Name des Begriffes: Mergentheimer Modell

(Vier-Phasen-Modell)

Durch sorgfältige Stabilisierungsarbeit mit den vorhandenen Negativmustern wird die Grundlage gelegt für eine Verbesserung der aktuellen psychischen Verfassung. Die PatientInnen wirken an der Stabilisierung selbst sehr aktiv mit, nutzen ihre vorhandenen Fähigkeiten und bauen zusätzliche Fähigkeiten zur Selbstregulierung auf. In der Ressourcenorganisation ist das Ziel, die innere Balance zwischen emotional Belastendem und emotional Positivem wiederherzustellen, die in der Regel in längeren Krankheitsverläufen wesentlich verloren gegangen ist. Exposition bedeutet, sich aktiv, achtsam und kontrolliert seelischem Belastungsmaterial anzunähern. Dies geschieht grundsätzlich einvernehmlich mit den PatientInnen und stets so, dass keine Überlastung, sondern eine allmähliche Entlastung im therapeutischen Kontext entsteht. Die Phase der Neuorientierung fokussiert die Aufmerksamkeit auf den Übergang in den individuellen Alltag.

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