Reittherapie

In der Tiergestützten Therapie wird ein ausgebildetes Tier mit in den therapeutischen oder pädagogischen Prozess integriert, um beim Patienten über die heilende Inpulse des Tieres einen Therapieerfolg zu beschleunigen und zu festigen.

Allgemein betrachtet umfasst Reittherapie multidimensionale heilungsfördernde Aspekte. Dabei steht nicht das Reitlernen im Vordergrund, sondern die Förderung der Entwicklung der PatientInnen und bildet somit eine Unterstützung im therapeutischen Prozess. Therapeutisches Reiten ermöglicht Patientinnen und Patienten Erfahrungen mit einem "nicht sprechenden lebenden Objekt." Hierbei werden maßgeblich die Erfahrung von Urvertrauen und Verständnis des "Getragenwerdens" sowie Erfahrungen im Bereich der nonverbalen Kommunikation gefördert. Wesentliche Ziele sind weiterhin Bewegungs- und Körperwahrnehmungserfahrungen.

Hundetherapie

Hunde wirken einerseits beruhigend und als Sicherheitssignal, andererseits funktioniert ihre Kommunikation anders als die zwischenmenschliche Kommunikation. Diese Verschiebung der Kommunikationsweise bewirkt, dass zwischen Hund und Patient verletzungsfreier und offener interagiert wird. Hunde besitzen einen hohen Aufforderungscharakter, was Kontaktaufnahme und Zuwendung betrifft. Darüber hinaus wirken sie integrierend. Es wird angenommen, dass beim Streicheln von Hunden Glückshormone wie Endorphine und Oxytocin ausgeschüttet werden. D.h. die Befindlichkeit aller Beteiligten verbessert sich bei Anwesenheit eines Hundes in der therapeutischen Situation.